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15/08/2010 - Underdog Fanzine


Für viele Menschen scheint es nichts Wichtigeres im Leben zu geben als Erfolg und Karriere. Aus der Arbeit beziehen sie ihre Identität, ihren Wert und ihren Sinn. Dafür opfern sie nicht selten Gesundheit, Familie und Freundschaften. RAFIKI erkennen, dass der extreme Leistungsdruck nicht gut ist, Karriere- und Machtstreben irgendwann zur totalen Verweigerungshaltung. Um sich zu entlasten, schreiben RAFIKI Melodien fürs Herz, gehen schon mal in die Hölle und lassen sich vom Leben ficken. "Ich muss raus, bin keine Maschine". RAFIKI bremsen nicht nur für Bosse und halten schon mal einen Mittagsschlaf, begründet nach dem Prinzip: "Mehr Leistung durch Siesta." Ausgeruht und konzentriert geht's wieder frisch ans Werk, dann klappt's auch wieder mit der Welt, die sie verändern wollen oder sich zumindest in den Armen liegen. Mit Fleiß und Kreativität kommen RAFIKI ans Ziel, das persönliche Engagement verspricht Erfolg. RAFIKI optimieren den punkigen Ska mit klaren Strukturen und machen weiter wie geplant. Die Wohlstandskinder liegen im Sarg, da schärfen RAFIKI den ästhetischen Blick auf klangliche Konfiguration, die zwar nicht tiefgreifende kulturelle und musikalische Umbrüche hervorbringt, aber ein schmuckes Repertoire an orchestralen Backgrounds und Fiesta realisiert, die akustische Tapete ist bunt und prestigeträchtig, das nach einem Gütesiegel verlangt, um aus der Studioproduktion wirklich authentische Zeugnisse jener Jugendkultur zu machen, die Wertungen erlauben und Erfahrungen organisieren. Und da werden wir uns wieder sehen, na klar!



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